
Wenn einem dieser Satz jeden Tag im 5-minuten-Takt um die Ohren gehauen wird, steht man irgendwann kurz vorm Nervenzusammenbruch, Amoklauf oder Kotzen. Oder allem zusammen.
Ich weiß selbst, dass ich in wenigen Wochen Abitur schreibe. Ich weiß selbst, dass ich dafür einiges tun muss. Und ich weiß auch selbst, dass ich mir endlich darüber im Klaren werden muss, was ich danach machen will.
Ich brauch niemanden, der mir das die ganze Zeit unter die Nase reibt. Das nervt. Und macht einen total matschig im Kopf und irgendwann fängt man an zu denken “Leckt mich doch, mit euerm Scheißabitur.” und die Motivation fällt in ein tiefes, tiefes schwarzes Loch. Ob sie da jemals wieder hervorklettern kann, ist eine Frage, bei der ich nur verzweifelt den Kopf schütteln kann…
Zur Zeit ist irgendwie alles komisch. Selbst wenn es von Außen nicht so aussieht, als ob man total gestresst wäre, man ist es. Es lastet ein rießiger Druck auf einem. Einerseits, weil man ihn sich selbst macht. Man will schon was erreichen und nicht als Hartz IV-Empfänger enden oder in einer winzigen Wohnung hocken – man hat ja dann schließlich Abitur, da muss was anständiges aus Dir werden. Und da wären wir bei andererseits. Andererseits wird er dir von der Familie, von den Eltern gemacht. Klar, dass die nur das Beste für einen wollen.
Aber da passiert es auchmal, dass man wegen einer Kleinigkeit in Tränen zusammenbricht, weil einfach alles zu viel ist.
Fragen, die einen zermürben.
Wie wird die Zukunft?
Habe ich überhaupt eine?
Was wird aus mir?
Was, wenn ich ein schlechtes Abitur habe?
Was, wenn ich keinen Studien-/Ausbildungsplatz bekomme?
Und wenn doch, wie sehen meine Jobchancen aus?
Schaffe ich das alles überhaupt?? – Das ist momentan DIE zentrale Frage, die ich mir stelle. Schaff’ ich das? Und wenn nicht? Ich will niemanden enttäuschen. Angst.
Und dann streich’ ich es wieder durch. Weil ich irgendwie… irgendwie das Gefühl habe, das ist alles Quatsch und mir geht’s wunderbar. Verdängen? Wahrscheinlich DAS Wort.
Um es mit einer Twitter-Nachricht von Swen zu sagen:
“Gehirn.exe hat ein Problem festgestellt und muss beendet werden.”
Getreu diesem Motto stapfe ich zur Zeit durch die Weltgeschichte.
Damit lässt es sich eigentlich ganz gut leben.